Schokoladenseminar im Schlaun Cafe in Nordkirchen
 
Gleich an drei Abenden fuhren jeweils 15 Olfener Landfrauen zum Schlaun Café nach Nordkirchen. Dort erfuhren sie vieles über nd um die Schokolade beim Schokoladen-Seminar.
Konditormeister Heinz Perrar nahm die Teilnehmerinnen beim „Schokoladen-Seminar“ mit auf eine Reise durch die Welt des eigentlich überhaupt nicht süßen Rohstoffs. Sie erfuhren, warum graue Schokolade nicht gleich schlecht ist, weiße Schokolade nicht immer Schokolade ist und man zur Herstellung der süßen Köstlichkeit unbedingt ein Thermometer braucht.
Schokolade in der eigenen Küche verwenden – das versprach Heinz Perrar zu Beginn.  
„Eigentlich ist Schokolade zickig“, sagte er und ergänzt: „Wenn man ein Stückchen Schokolade so richtig genießt, dann können die Kalorien schon eigentlich nirgends mehr hängenbleiben.“ Während die Zartbitter-Variante über rund zehn Prozent Zucker verfügt, sind es bei der verwandten Vollmilchschokolade schon rund 30 Prozent. Eine Schokolade aus dem Supermarkt bringt es laut Perrar auch schon mal auf ganze 60 Prozent Zucker.
Auf einer kleinen Herdplatte wurde die Schokolade mit Hilfe eines Wasserbads erhitzt. „Ich gebe dabei nie mehr als einen Zentimeter Wasser in die Schüssel“, informierte er. „Eine Temperatur zwischen 40 und 45 Grad darf nicht überschritten werden, sonst wird die Schokolade klumpig und verbrennt schlicht." Er stellte als erstes die richtig temperierte Schokolade her, sie soll nur 32 Grad haben.
„Graue“ Schokolade erhält man, so erklärte Heinz Perrar: wenn sich zu warmes Lagern die Kakaobutter ab setzt, durch das Trocknen entsteht der Graustich auf der Oberfläche. „Schokolade kann eigentlich nicht schlecht werden.“ Ebenso einfach verhält es sich um die Behauptung, weiße Schokolade sei gar keine echte Schokolade. „Weiße Schokolade wird ohne Kakaopulver hergestellt, man fügt nur etwas Puderzucker hinzu. Dieses erklärt dann die helle Farbe “, sagte Perrar. „Weiße Schokolade ist nur dann Schokolade, wenn sie mit Kakaobutter und nicht mit anderen Ersatz-Fetten versetzt ist.“
Wer Schokolade selbst verarbeiten will, der braucht eine große Portion Geduld. Zum einen darf die süße Köstlichkeit nicht zu schnell gerührt werden, damit keine Luftblasen entstehen. Wenn Flüssigkeit in die Konfertüre gelangt, wird sie dickflüssig. Diese Eigenschaft nutzte Heinz Perrar, um kleine Verzierungen aus Schokolade zu zaubern. Ganz aus der Mode sei die Malerei mit Schokolade gekommen, so zauberte er schnell kleine Motive auf einen Torte. Gekonnt und mit einfachen Tipps und Tricks zeigte er, was man so alles aus der braunen Masse zaubern kann. Anschließend durften die kleinen Köstlichkeiten wie Pralinen, und Kuchen natürlich auch probiert werden.
Anhand seiner Rezepte können wir einiges an Köstlichkeiten auch noch zu Hause ausprobieren.

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