Am 28.10.2018, zum Tag des Butterbrotes erschien in den Ruhrnachrichten folgender Artikel:
 

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

Tag des Butterbrotes

Am 28. September wird das deutsche Butterbrot gefeiert. Warum das so ist und wie man sein Brot optisch und geschmacklich aufpeppen kann, erklären die Landfrauen Brigitte und Maria Sebbel.

28.09.2018 

   

Das klassische Butterbrot kommt nicht mehr allzu häufig auf den Tisch. Meist ist die Brotscheibe zusätzlich mit Wurst oder Käse belegt. Trotzdem wird der Klassiker auch heute noch von einigen gefeiert - und zwar immer am letzten Freitag im September. Diesen Ehrentag, der in diesem Jahr am 28. September ist, hat die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) im Jahr 1999 ins Leben gerufen. „Die Gesellschaft wollte für die Kombination aus Brot und Butter werben“, erklärt Maria Sebbel (55), die Teamsprecherin der Landfrauen Olfen.

Die Gesellschaft gibt es inzwischen nicht mehr, der Tag der deutschen Butterbrotes ist jedoch bestehen geblieben. „Brot ist ein großer und wertvoller Bestandteil der Ernährung“, sagt Maria Sebbel. „Es gehört zu unserem täglichen Leben und ist schnell zubereitet.“ Brigitte Sebbel (55), Vorstandsmitglied der Landfrauen Olfen, fügt hinzu: „Und es ist so vielfältig, man kann immer etwas an den Zutaten verändern.“ Das Butterbrot sei jedoch etwas in Vergessenheit geraten, weil viele sich „nur mal eben schnell etwas beim Bäcker holen“.

Zum Ehrentag des Butterbrotes haben Maria und Brigitte Sebbel für uns verschiedene Rezepte und Brotbeläge zusammengestellt und zeigen so, was der Klassiker alles kann.

Bauernstuten selbst backen

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

© CAROLIN WEST

„Das ist ein Bauernbrot mit Haferflocken, die direkt mitgebacken werden“, erklärt Maria Sebbel. „Das backe ich immer selbst, weil es auch bei meiner Familie so gut ankommt.“ Körner- und Schwarzbrot hingegen kauft die 55-Jährige meist beim Bäcker. „Da haben wir in Olfen ein gutes Angebot.“

Ihr Rezept für den Bauernstuten: 800 g Mehl, 150 g Haferflocken, 500 ml Wasser, ein gestrichener Esslöffel Salz, zwei Teelöffel Zucker, ein Würfel frische Hefe und ein Schuss Rapsöl. Den geformten Teig im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) für 40 Minuten backen.

„Wenn man mit frischer Hefe arbeitet, dürfen die übrigen Zutaten nicht zu heiß sein - dann verbrennt die Hefe“, erklärt Maria Sebbel. Und Brigitte Sebbel hat noch einen Tipp: „Man muss der Hefe Zeit zum Ruhen geben und den Teig gut durchkneten.“ Außerdem mache eine Tasse Wasser, die beim Backen im Ofen steht, das Brot saftig.

Süßes Frühstück

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

© CAROLIN WEST

„Es gibt ja viele verschiedene Aufstriche“, sagt Maria Sebbel. „Manche verwendet man eher fürs Frühstück, andere eher für ein Pausen- oder das Abendbrot.“ Und zum Frühstück mögen es einige süß. Ob selbst gemacht oder nicht: Gelee, Marmelade, Konfitüre, Honig oder ein schokoladiger Aufstrich können den Morgen versüßen.

Herzhaftes

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

© CAROLIN WEST

„Meine Mutter hat früher häufig Stuten gebacken“, erzählt Maria Sebbel. „Da haben wir dann häufig Schwarzbrot als Ballaststoff dazu gegessen, wegen des Roggenschrots.“ Auch Brigitte Sebbel kennt die Kombination der beiden Brote aus ihrer Kindheit. So war klar, welcher Brotbelag zum Tag des Butterbrotes dabei sein muss: „Das ist roher Schinken mit etwas Butter darunter und Schwarzbrot oben drauf“, erklärt Brigitte Sebbel. Anstelle von Schwarzbrot könne man auch Gewürzgürkchen auf den Schinken legen.

Außerdem haben die beiden Olfener Landfrauen Frischkäse mit Tomaten und Zwiebeln oder Heidefrühstück mit Paprika kombiniert. „Die Paprika wirkt da erfrischend“, sagt Brigitte Sebbel. „Und sie ist natürlich auch gesund.“ Zu dem Gouda oder Camembert, mit dem sie ebenfalls Brote belegt haben, könne man auch frische Gurkenscheiben kombinieren.

Zu welcher Tageszeit man süße oder herzhafte Brote zu sich nehme, hänge vom persönlichen Geschmack ab, so Brigitte Sebbel. „Und wie man es anrichtet kommt ja auch darauf an, wie viel Zeit man hat.“

Verschiedene Brotsorten

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

© CAROLIN WEST

Für ihre verschiedenen Ideen für Brotbeläge haben Maria und Brigitte Sebbel verschiedene Brotsorten ausgesucht: Bauernstuten, Vollkorn- oder Schwarzbrot. „Zum Vollkornbrot passt zum Beispiel eine Kombination aus Lollo Rosso, Butter und Salami oder Mettwurst ganz gut“, sagt Maria Sebbel.

Zur Brotaufbewahrung - egal, ob selbst gebacken oder gekauft - haben die beiden Olfener Landfrauen einen Tipp: „In einem Frischhaltebeutel trocknet das Brot nicht so schnell aus, weil etwas Feuchtigkeit drin ist“, sagt Maria Sebbel. „Manchmal friere ich frisches Brot auch portionsweise ein und taue nur das auf, was ich brauche“, fügt Brigitte Sebbel hinzu.

Italienischer Brotbelag

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

© CAROLIN WEST

Auch Tomate und Mozzarella mit ein wenig Salat sei eine gute Variante, so Brigitte Sebbel. Die Tomaten kommen in diesem Fall aus dem Garten von Maria Sebbel. „Aus dem eigenen Garten schmecken sie natürlich intensiver“, sagt sie. Tomaten aus dem Supermarkt könne man mit Gewürzen verfeinern.

Mediterranen Brotaufstrich selbst machen

Zwei Olfener Landfrauen verraten Rezepte zum Ehrentag des Butterbrotes

© CAROLIN WEST

„Das Rezept habe ich von meiner Tochter“, verrät Brigitte Sebbel. „Den mediterranen Brotaufstrich kann man sowohl warm als auch kalt essen.“

Das Rezept für den Brotaufstrich: 120 g Frischkäse, 120 g Zucchini, 120 g Aubergine, 120 g Champignons, 20 g Rapsöl, 40 g Tomatenmark, ein bis zwei Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und Lauchzwiebeln zur Dekoration.

Zubereitung: Die Zucchini und die Aubergine waschen und in feine Würfel schneiden. Die Champignons putzen und ebenfalls würfeln. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Im nächsten Schritt das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchini, Aubergine und Champignons darin scharf anbraten. Zum Ende den Knoblauch hinzufügen und kurz andünsten. Dann das Tomatenmark und den Frischkäse hinzufügen und mit dem Gemüse vermengen. Wenn nötig, etwas Wasser hinzufügen, damit eine cremige Konsistenz entsteht. Zum Schluss den Aufstrich mit Salz und Pfeffer würzen und mit Lauchzwiebelringen dekorieren.

 
 
 

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